conkers.it
conkers.eu


Il sito italiano dei giocatori di conkers,
a cura del Masio Conker Club

           

 

Die Rosskastanie

 

 

 

 

 

 

 

 

Aesculus hippocastanum – Die Rosskastanie

Die Rosskastanie wird häufig als Zierbaum in Alleen oder als einzeln stehender Baum benutzt. Sie wirft einen sehr großen und dichten Schatten.

Morphologie
Monumentale Rosskastanie

 Wuchs
Die Rosskastanie kann 25 bis 30 Meter hoch werden; sie weist einen sehr eleganten und mächtigen Baumwuchs auf. Die Baumkrone ist weit ausladend und erreicht sogar einen Durchmesser von 8 bis 10 Metern, bleibt dabei aber stets sehr dicht. Sie kann eine rundliche oder pyramidenartige Form besitzen.

 Knospen
An den Zweigen stehen sich leicht rosafarbene, klebrig verharzte Knospen gegenüber, die Endknospe ist außerordentlich groß.

 Rinde
Die junge Rinde ist hellbraun und glatt, im Alter wird sie graubraun und rissig.

 Blätter
Die handförmigen Blätter bestehen aus fünf bis sieben kurz zugespitzten Teilblättchen an einem 10-15 cm langen Stiel und können über 20 cm groß werden. Die Einzelblättchen sind unregelmäßig gesägt bis gezahnt mit gut sichtbaren Nerven, der Stiel ist am hinteren Ende verbreitert und gefurcht. Die Oberseite der Blätter ist glänzend grün, die Unterseite ist hellgrün und entlang der Nerven leicht behaart.

 Blüten
Die Blüten können zwittrig oder eingeschlechtig männlich sein und bestehen aus einem kleinen Kelch mit 5 weißen Blütenblättern und zunächst gelben, später roten Flecken. Sie stehen in langen, kegelförmigen Rispen (bis zu 20 cm mit 50 Blüten). Blütezeit von April bis Mai.

 Früchte
Bei den Früchten handelt es sich um große runde, mit Stacheln versehene Kapseln von grünlicher Farbe. Sie öffnen sich in drei Teile und enthalten einen großen, glänzend braunen Samen.

Habitat
Die Rosskastanie kann sehr alt werden. Sie ist sehr robust, kann Kälte vertragen, bevorzugt aber nährstoffreiche Böden. Sie ist sehr empfindlich gegenüber salzhaltigen Böden und Luftverschmutzung, die zur Rotfärbung der Blattränder und frühzeitigem Vertrocknen der Blätter führt.

Verbreitung
Ursprünglich in Osteuropa beheimatet (Balkanhalbinsel, Kaukasus), wurde sie 1591 von Charles de l’Ecluse in Wien, und 1615 von Bachelier in Paris eingeführt. Sie ist in Italien in allen Regionen verbreitet, hauptsächlich jedoch in Nord- und Mittelitalien, von der Ebene bis auf 1200 Meter Höhe.

Unterschiede zu anderen Pflanzen
Von den anderen Zierpflanzen mit gefingerten Blättern unterscheidet sie sich dadurch, dass jedes Blatt nicht ein einziges, mehr oder weniger tief eingeschnittenes Blatt ist, sondern aus 5 bis 7 einzelnen, vollständig geformten Blättern zusammengesetzt ist. Die wirkliche Kastanie hingegen, die Esskastanie, besitzt einfache, wechselständige Blätter.
Die Samen der Rosskastanie ähneln denen der Esskastanie, doch sind sie rundlicher. Auch die Früchte als solche unterscheiden sich: die der Esskastanie sind dicht von dünnen Stacheln bedeckt, die der Rosskastanie weisen nur wenige und dickliche Stacheln auf.

Andere Arten und Kulturformen de Aesculus

*Aesculus pavia: Art mit roten Blüten, ursprüngliche Heimat Amerika.

*Aesculus x carnea, Kreuzung als Zierpflanze mit rosafarbenen bis roten Blüten, außerordentlich empfindlich gegenüber Umweltverschmutzung. Sie ist von nicht so ausladendem Wuchs wie die natürliche Rosskastanie, und ihre Knospen sind nicht verharzt.

*Aesculus hippocastanum var. „Baumannii“, sterile Sorte mit doppelten weißen Blüten mit gelben und roten Flecken.

*Aesculus indica, bringt weiße Blüten mit gelben, roten und rosafarbenen Flecken im Juni und Juli hervor. 

 Sonstiges

 Wortgeschichte: Der Name der Art stammt vom griechischen ippos, Pferd, und castanon, Kastanie. Angeblich soll dies auf die Verwendung der Samen dieses Baums als kräftigendes Pferdefutter zurückzuführen sein, andere wiederum behaupten, es hinge damit zusammen, dass der Stiel der abfallenden Blätter am Zweig eine hufeisenförmige Markierung hinterlässt.

 Vermehrung und Zucht:

 Sie wird mit Hilfe des Samens vermehrt, der, da er recht schnell seine Keimfähigkeit verliert, sofort nach der Reife eingepflanzt werden muss.

 Krankheiten:
 
Seit 1985 breitet sich in Europa zunehmend eine Mottenart, eine sogenannte Miniermotte, Cameraria ohridella, aus, die die Rosskastanie gefährdet. Ihre Larven fressen Gänge in die Nerven der Blätter, woraufhin diese vertrocknen und abfallen. Man ist dabei, umweltschonende Methoden zur Bekämpfung der Miniermotte zu studieren, wozu natürliche Feinde wie Schlupfwespen, Meisen und wahrscheinlich sogar Fledermäuse zählen, ein erstes Eindämmen wird durch das Sammeln und Vernichten des Kastanienlaubs erzielt. Der Einsatz von chemischen Mitteln wird bis heute als teuer und gefährlich für die Umwelt angesehen. Bislang scheint es auf alle Fälle so, dass der Miniermottenbefall nicht zum Tod des Baums führt.

 Verwendung:
Aus den Samen werden Substanzen zur Vorbeugung gegen Thrombose gewonnen. Früher wurden die Früchte als Tierfutter verwendet. Weiterhin wurden die Samen geröstet, zu Mehl gemahlen und als Kaffeeersatz verwendet. Die Samen besitzen eine leicht narkotisierende Wirkung, die nicht behandelten Samen sind toxisch. Das Holz der Rosskastanie ist nicht sehr dauerhaft. Die Rinde wurde als fiebersenkendes Mittel eingesetzt. Die gewöhnliche Rosskastanie ist eine der Bachblüten (white chestnut).

In Großbritannien werden die „Conker“ genannten Samen für ein vergnügliches, ursprünglich von Kindern gespieltes volkstümliches Spiel verwendet.

Giordano, gebürtiger Londoner, Sohn italienischer Auswanderer, wohnt seit nunmehr 30 Jahren in Masio in der Provinz Alessandria (die ersten 10 Jahre im nahen Quattordio). Er ist der vertretende Vorsitzende des AVIS, Ortsgruppe Masio. Er hat auf lokaler Ebene den Sport Badminton (auch als Federball bekannt) eingeführt, und einige Jugendliche aus Quattordio bei den Jugendspielen in Rom aufs Podium gebracht.    

 weiter >>

 

 

 Interessante Fakten:

 

Die Rosskastanie wurde im 16. Jahrhundert aus Osteuropa in England eingeführt.

 

Der Kern der Rosskastanie ist im Gegensatz zu anderen Kastanien nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.

 

Der Kern ist jedoch für Wildtiere, Weidevieh und Pferde essbar.

 

Der erste Wettkampf wurde 1848 auf der Insel Wight registriert und basierte auf einem Spiel aus dem 15. Jahrhundert, bei dem Haselnüsse benutzt wurden.

 

Der Ursprung des Wortes „CONKER“ ist nicht klar. Wahrscheinlich stammt es von dem französischen Wort „Cogner“, das „schlagen“ bedeutet.

 

Rosskastanienextrakt wird für die Behandlung von Malaria, Krampfadern, Erfrierungen und Tinea (Hautpilze) eingesetzt, außerdem ist er ein Bestandteil in Sonnenschutzprodukten.

 

Zwei Italiener aus Masio haben 2005 für Italien an den Weltmeisterschaften in England teilgenommen, für die Weltmeisterschaften 2006, ebenfalls in England, sind sieben Italiener, alle aus dem Piemont, eingetragen.

 

Viel Spaß!

 

 

 

 Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit dem Verband „Masio Conkers Club“ in Verbindung!

                                           

 

Conkers.it und Conkers.eu sind Registrierungen des

Verbandes “Masio Conkers Club”

Strada Serra N. 39
15024 Masio  - Italien

Telefon/Fax: +39 0131 799666 / +39 0131 799835

Für Anfragen, Meldungen oder Kommentare
schickt eine E-Mail an:

 info@conkers.eu

 

 

 

 

 

Natur
Vergnügen
Hilfe für andere
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Realizzazione: Team Piemondo - Copyright © 2006-2007 www.conkers.it e conkers.eu