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Aesculus
hippocastanum – Die Rosskastanie
Die Rosskastanie wird häufig
als Zierbaum in Alleen oder als einzeln stehender Baum benutzt. Sie wirft einen
sehr großen und dichten Schatten.

Morphologie
Monumentale
Rosskastanie
Wuchs
Die
Rosskastanie kann 25 bis 30 Meter hoch werden; sie weist einen sehr eleganten
und mächtigen Baumwuchs auf. Die Baumkrone ist weit ausladend und erreicht sogar
einen Durchmesser von 8 bis 10 Metern, bleibt dabei aber stets sehr dicht. Sie
kann eine rundliche oder pyramidenartige Form besitzen.
Knospen
An
den Zweigen stehen sich leicht rosafarbene, klebrig verharzte Knospen gegenüber,
die Endknospe ist außerordentlich groß.
Rinde
Die
junge Rinde ist hellbraun und glatt, im Alter wird sie graubraun und rissig.
Blätter
Die handförmigen
Blätter bestehen aus fünf bis sieben kurz zugespitzten Teilblättchen an einem
10-15 cm langen Stiel und können über 20 cm groß werden. Die Einzelblättchen
sind unregelmäßig gesägt bis gezahnt mit gut sichtbaren Nerven, der Stiel ist am
hinteren Ende verbreitert und gefurcht. Die Oberseite der Blätter ist glänzend
grün, die Unterseite ist hellgrün und entlang der Nerven leicht behaart.
Blüten
Die Blüten können
zwittrig oder eingeschlechtig männlich sein und bestehen aus einem kleinen Kelch
mit 5 weißen Blütenblättern und zunächst gelben, später roten Flecken. Sie
stehen in langen, kegelförmigen Rispen (bis zu 20 cm mit 50 Blüten). Blütezeit
von April bis Mai.
Früchte
Bei den Früchten
handelt es sich um große runde, mit Stacheln versehene Kapseln von grünlicher
Farbe. Sie öffnen sich in drei Teile und enthalten einen großen, glänzend
braunen Samen.
Habitat
Die Rosskastanie
kann sehr alt werden. Sie ist sehr robust, kann Kälte vertragen, bevorzugt aber
nährstoffreiche Böden. Sie ist sehr empfindlich gegenüber salzhaltigen Böden und
Luftverschmutzung, die zur Rotfärbung der Blattränder und frühzeitigem
Vertrocknen der Blätter führt.
Verbreitung
Ursprünglich in
Osteuropa beheimatet (Balkanhalbinsel, Kaukasus), wurde sie 1591 von Charles de
l’Ecluse in Wien, und 1615 von Bachelier in Paris eingeführt. Sie ist in Italien
in allen Regionen verbreitet, hauptsächlich jedoch in Nord- und Mittelitalien,
von der Ebene bis auf 1200 Meter Höhe.
Unterschiede
zu anderen Pflanzen
Von den anderen
Zierpflanzen mit gefingerten Blättern unterscheidet sie sich dadurch, dass jedes
Blatt nicht ein einziges, mehr oder weniger tief eingeschnittenes Blatt ist,
sondern aus 5 bis 7 einzelnen, vollständig geformten Blättern zusammengesetzt
ist. Die wirkliche Kastanie hingegen, die Esskastanie, besitzt einfache,
wechselständige Blätter.
Die Samen der
Rosskastanie ähneln denen der Esskastanie, doch sind sie rundlicher. Auch die
Früchte als solche unterscheiden sich: die der Esskastanie sind dicht von dünnen
Stacheln bedeckt, die der Rosskastanie weisen nur wenige und dickliche Stacheln
auf.
Andere Arten
und Kulturformen de Aesculus
*Aesculus pavia:
Art mit roten Blüten, ursprüngliche Heimat Amerika.
*Aesculus x
carnea, Kreuzung als Zierpflanze mit rosafarbenen bis roten Blüten,
außerordentlich empfindlich gegenüber Umweltverschmutzung. Sie ist von nicht so
ausladendem Wuchs wie die natürliche Rosskastanie, und ihre Knospen sind nicht
verharzt.
*Aesculus
hippocastanum var. „Baumannii“, sterile Sorte mit doppelten weißen Blüten mit
gelben und roten Flecken.
*Aesculus indica,
bringt weiße Blüten mit gelben, roten und rosafarbenen Flecken im Juni und Juli
hervor.
Sonstiges
Wortgeschichte:
Der Name
der Art stammt vom griechischen ippos, Pferd, und castanon, Kastanie. Angeblich
soll dies auf die Verwendung der Samen dieses Baums als kräftigendes
Pferdefutter zurückzuführen sein, andere wiederum behaupten, es hinge damit
zusammen, dass der Stiel der abfallenden Blätter am Zweig eine hufeisenförmige
Markierung hinterlässt.
Vermehrung
und Zucht:
Sie
wird mit Hilfe des Samens vermehrt, der, da er recht schnell seine Keimfähigkeit
verliert, sofort nach der Reife eingepflanzt werden muss.
Krankheiten:
Seit
1985 breitet sich in Europa zunehmend eine Mottenart, eine sogenannte
Miniermotte, Cameraria ohridella, aus, die die Rosskastanie
gefährdet. Ihre Larven fressen Gänge in die Nerven der Blätter, woraufhin diese
vertrocknen und abfallen. Man ist dabei, umweltschonende Methoden zur Bekämpfung
der Miniermotte zu studieren, wozu natürliche Feinde wie Schlupfwespen, Meisen
und wahrscheinlich sogar Fledermäuse zählen, ein erstes Eindämmen wird durch das
Sammeln und Vernichten des Kastanienlaubs erzielt. Der Einsatz von chemischen
Mitteln wird bis heute als teuer und gefährlich für die Umwelt angesehen.
Bislang scheint es auf alle Fälle so, dass der Miniermottenbefall nicht zum Tod
des Baums führt.
Verwendung:
Aus
den Samen werden Substanzen zur Vorbeugung gegen Thrombose gewonnen. Früher
wurden die Früchte als Tierfutter verwendet. Weiterhin wurden die Samen
geröstet, zu Mehl gemahlen und als Kaffeeersatz verwendet. Die Samen besitzen
eine leicht narkotisierende Wirkung, die nicht behandelten Samen sind toxisch.
Das Holz der Rosskastanie ist nicht sehr dauerhaft. Die Rinde wurde als
fiebersenkendes Mittel eingesetzt. Die gewöhnliche Rosskastanie ist eine der
Bachblüten (white chestnut).
In Großbritannien
werden die „Conker“ genannten Samen für ein vergnügliches, ursprünglich
von Kindern gespieltes volkstümliches Spiel verwendet.
Giordano,
gebürtiger Londoner, Sohn italienischer Auswanderer, wohnt seit nunmehr 30
Jahren in Masio in der Provinz Alessandria (die ersten 10 Jahre im nahen
Quattordio). Er ist der vertretende Vorsitzende des AVIS, Ortsgruppe Masio. Er
hat auf lokaler Ebene den Sport Badminton (auch als Federball bekannt)
eingeführt, und einige Jugendliche aus Quattordio bei den Jugendspielen in Rom
aufs Podium gebracht.
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Interessante
Fakten:
Die Rosskastanie wurde im 16.
Jahrhundert aus Osteuropa in England eingeführt.
Der Kern der Rosskastanie ist im
Gegensatz zu anderen Kastanien nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.
Der Kern ist jedoch für Wildtiere,
Weidevieh und Pferde essbar.
Der erste Wettkampf wurde 1848 auf
der Insel Wight registriert und basierte auf einem Spiel aus dem 15.
Jahrhundert, bei dem Haselnüsse benutzt wurden.
Der Ursprung des Wortes „CONKER“ ist
nicht klar. Wahrscheinlich stammt es von dem französischen Wort „Cogner“, das
„schlagen“ bedeutet.
Rosskastanienextrakt wird für die
Behandlung von Malaria, Krampfadern, Erfrierungen und Tinea (Hautpilze)
eingesetzt, außerdem ist er ein Bestandteil in Sonnenschutzprodukten.
Zwei Italiener aus Masio haben 2005
für Italien an den Weltmeisterschaften in England teilgenommen, für die
Weltmeisterschaften 2006, ebenfalls in England, sind sieben Italiener, alle
aus dem Piemont, eingetragen.
Viel Spaß!
Für weitere
Informationen setzen Sie sich bitte mit dem Verband „Masio Conkers Club“ in
Verbindung!
Conkers.it und
Conkers.eu sind Registrierungen des
Verbandes “Masio Conkers Club”
Strada Serra N.
39
15024 Masio - Italien
Telefon/Fax: +39
0131 799666 / +39 0131 799835
Für Anfragen,
Meldungen oder Kommentare
schickt eine E-Mail an:
info@conkers.eu

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